2016 als Webcomic “ Ma 100 days of strangelife” gestartet, schaffte es der Comic schnell in die Zeitung und erschien von Mai 2017 bis Mai 2019 vierwöchentlich im Tagesspiegel. Am 26. Mai 2020 erschien das Buch unter dem Titel BUSENGEWUNDER im Carlsen Verlag.
Ausgezeichnet mit dem Max und Moritz Preis 2020 für den besten deutschen Comic Strip, und dem Kunstförderpreis Bayern in der Sparte Literatur.
ZU DEN PRESSESTIMMEN
“Wussten Sie, dass sechs von sieben Figuren bei „Super Mario Kart“ männlich sind? Und Princess Peach fährt voll lahm und kichert nervig! War Ihnen klar, dass es weiblichen Exhibitionismus vor dem Gesetz nicht gibt? Ist ja auch zu hübsch anzuschauen! Schon gemerkt, dass die großen Gewinner der Emanzipation Gender-Marketing und Pink Tax heißen? Oder dass ein Gros der umgangssprachlichen Bezeichnungen für das männliche Genital sich von grobem Mordwerkzeug ableitet?
Scharfsinnig, meinungsstark und mit viel Humor stellt Lisa Frühbeis in ihren feministischen Comic-Kolumnen Beobachtungen zu den vorherrschenden Geschlechterrollen an, um überraschende Schlüsse daraus zu ziehen und bissige Denkanstöße zu geben.”
In der immer schärferen Debatte um Migration gehen die Stimmen der Betroffenen unter. Dabei ist für Menschen ohne gültige Papiere jeder Aspekt des Alltags eine Gefahr. Jeder offizielle Kontakt kann die Abschiebung bedeuten. Hunderttausende leben in Deutschland ohne Dokumente und somit ohne legalen Aufenthaltsstatus. Wir sehen sie nicht, denn nur wer nicht gesehen wird, kann bleiben.
In "Schattenleben" erzählen vier Menschen ohne Papiere mit ganz unterschiedlichen Hintergründen von ihrem Leben in Deutschland: Die Transfrau Brienne aus Thailand hat sich mutig aus der Zwangsprostitution gekämpft – und ihre Chefin ins Gefängnis gebracht. Dao hat auf ihrer Irrfahrt durch Europa Ausbeutung in der vietnamesischen Community erlebt, aber auch große Solidarität. Charlotte aus dem Senegal hätte ihr Kind um ein Haar auf den Straßen von Mainz bekommen, weil sie keinen Arzt aufsuchen konnte. Und Nasir, geboren in Somalia, kämpft nach 25 Jahren in Deutschland noch immer um Papiere, obwohl er die Pfalz längst sein Zuhause nennt.
"Schattenleben" ist das Ergebnis von sechs Jahren intensiver Recherche, Dutzenden Gesprächen und einer gemeinsamen Arbeit der vier Protagonist:innen mit den beiden Autor:innen an ihren Geschichten.
An der Hochschule für Fernsehen und Film München wurde im Lehrstuhl Creative Writing unter der Leitung von Doris Dörrie, ein Workshop zum Thema „Critical Whiteness“ organisiert.
Andrea Gugger-Diouf erarbeitete mit den Teilnehmenden Strategien und Fragen für einen bewussten Umgang mit den eigenen Privilegien. Gerade für Filmschaffende stellt sich die Frage, wie sie Geschichten erzählen wollen. Welche Stereotypen gibt es in den Medien? Wie ist Rassismus in der Sprache verankert und was können wir dagegen tun?
Basierend auf dem Workshop durfte ich ein Comic Manual für den Lehrstuhl Creative Writing zeichnen, das Rassismusprobleme in der Medienwelt verständlich macht und zum „kritischen Weiß-sein“ anregt.
Das Konzept der Grafik und der Textsatz stammen von Florian Schläffer, beim Text hat mich Kerstin Öchsner unterstützt. Die Auflage liegt bei 2000 Stück.
Lehrstuhl Creative Writing von Doris Dörrie an der HFF München
Workshopleitung: Andrea Gugger-Diouf
Redaktion: Lena Pauli
Aus einem Seminar an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München zum Thema Antisemitismus von Professorin Doris Dörrie und Autor Thomas Meyer (Buch: „Was soll an meiner Nase bitte jüdisch sein?“) ist mit Comiczeichnerin Lisa Frühbeis der Sachcomic ICH BIN DOCH KEIN:E ANTISEMIT:IN. EIN SACHCOMIC ÜBER ANTISEMITISCHE UND WEITERE DISKRIMINIERENDE GEDANKEN entstanden. Es macht den hochaktuellen Inhalt einfach und verständlich für ein breiteres Publikum zugänglich.
Die Gesa-Chomé Stiftung unterstützt dieses Projekt mit der Bereitstellung einer ISBN Nummer, sodass dieses Werk für alle Interessierte auffindbar und zugänglich ist und seine wichtigen Themen weitere Verbreitung finden. Würden Sie gern ein Exemplar haben? Gegen eine Schutzgebühr von 4 Euro kann es bei der Gesa Chromé Stiftung bestellt werden.
Hier ist das Comic bei der HFF verlinkt:
Erschienen in der Anthologie “Versunken & Entsprungen”, Wißner-Verlag Augsburg, 2017
Sachcomic in Form eines Wandbilds über Tove Jansson. Auftragsarbeit des Comic Salons Erlangen für die Ausstellung “Vorbilder*innen – Feminismus in Comic und Illustration”, die u.A. im Institut Française München, dem Museum für Kommunikation Berlin, und dem Comicsalon Erlangen 2022 gezeigt wird. . Die Arbeit entstand während meiner Comic Art Residency in Malmö, Schweden. Dort habe ich über Leben und Werk Tove Jannsons recherchieren und zeichnen können.
Ab Ende September ist auf der Homepage des Staatstheater Augsburg der Hör-Comic zum Mitmachen »Der Vorgang« zu erleben. Er richtet sich primär an junge Menschen und ist frei zugänglich, wird aber auch Schulen zur Nutzung zur Verfügung gestellt. Der Comic führt in die Gedankenwelt der Protagonistin Claire (gesprochen von Jenny Langner), die ungeplant schwanger ist. Damit verknüpft, wird über Schwangerschaft, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch informiert. Bei der Premiere am 28. September wird der Hör-Comic gezeigt und zusammen mit der Autorin Catherine Verlaguet, der Illustratorin Lisa Frühbeis und weiteren Beteiligten vorgestellt.
Der Comic ist textgleich mit dem engagierten, mehrfach prämierten Theaterstück »Le Processus« der französischen Autorin Catherine Verlaguet. Das Leben der fünfzehnjährige Claire ist darin – durch ungeplante Schwangerschaft - auf einmal wie auf den Kopf gestellt. Es beginnt eine Reise, bei der sie sich fragen muss, was sie nun tun soll, was die Gesellschaft von ihr erwartet und was sie selbst eigentlich möchte.
Claires Geschichte ist in sechs Etappen untergliedert, in denen die Besucherinnen und Besucher die Protagonistin durch Mitmach-Elemente unterstützen können. Nach jeder Etappe werden in Wissensräumen gut aufbereitete Informationen über die Themen Schwangerschaft, Verhütung und Schwangerschaftsabbruch angeboten: Anschauliche Grafiken und Tipps ermöglichen es Betroffenen und Angehörigen, sich mit der Thematik sinnvoll auseinanderzusetzen. Die Illustration stammt von der Augsburger Comic-Künstlerin Lisa Frühbeis, die bereits mehrfach für ihre künstlerische Arbeit ausgezeichnet wurde. So erhielt sie im Jahr 2020 den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur, bereits im Jahr 2016 den «Merit Award» des 3x3 Magazine of Contemporary Illustration. Das Digitaltheater des Staatstheaters produzierte die Hör-Comicfassung zum Mitmachen.
Die Inszenierung »Der Vorgang« ist ein Kooperationsprojekt der Vernetzungsplattform Plan A und des Digitaltheaters des Staatstheater Augsburg mit der Gleichstellungsstelle der Stadt Augsburg sowie den Einrichtungen Pro Familia Augsburg und Donum Vitae Augsburg.
Catherine Verlaguet, Comic/Theaterstück (Dt. Übersetzung v. Frank Weigand)
Lisa Frühbeis, Illustration
Jenny Langner, Claire
Nicole Schneiderbauer, Konzept & Inszenierung
Jutta Geisenhofer, Grafikdesign
Stefan Leibold, Sounddesign
Fiona Giljohann/Benjamin Seuffert, technische Realisation & Programmierung
Für Augsburg Marketing habe ich im Rahmen des Turamichele-Festes dieses Jahr einen Turamichele-Comic in Form von Postern und Schulmaterial angefertigt.